Der unsterbliche Mensch

 

Meine Damen und Herren,

 

wir stellen Ihnen in diesem Film die Menschheit der Zukunft vor. Hier in Tabenisi wächst der Neue Mensch heran. Hier sehen Sie die Neue Welt!

 

Der Neue Mensch ist unsterblich - und damit unverwundbar, unbesiegbar, furchtlos, vollkommen frei, ohne Sorgen, selbstlos, voller Lebenskraft und Lebensfreude. Er ist dem alten Menschen weit überlegen.

 

Der Neue Mensch errichtet eine Neue Welt - eine Welt, in der Wahrheit, Schönheit, Gerechtigkeit und Liebe herrschen. Hier bei uns in Tabenisi gibt es keine Selbstsucht, Gier, Gewalt, Unterdrückung und Zerstörung, keinen Hass und keinen Krieg, keine Armut und keine Arbeitslosigkeit.

 

Wir laden Sie ein: Besichtigen Sie diesen Neuen Aufbau! Jeder von Ihnen sieht, dass es so wie bisher nicht weitergehen kann - weder im persönlichen noch im öffentlichen Bereich. Kommen Sie und sehen Sie selbst, wie man es besser machen kann!

 

Ein neues Leben aus dem Geist der Unsterblichkeit ist der Ausweg aus der Misere der Zeit, das Fundament, auf dem wir uns selbst und die menschliche Gesellschaft insgesamt vollkommen verwandeln können. Die ewige Existenz des Menschen ist der Ansatzpunkt, um unser ganzes überholtes Denken, die gesamte alte Welt aus den Angeln zu heben und Unwissenheit, Not und Leid zu beseitigen.

 

Wir laden Sie ein: Arbeiten Sie mit an diesem Neuen Aufbau:

 

Ein jeder von Ihnen, in welchen Verhältnissen auch immer Sie sich befinden, kann sich von einem Tag auf den anderen in einen besseren Menschen verwandeln und ein schöneres, würdigeres und vor allem freudigeres Leben führen.

 

Ein jeder von Ihnen, in welchen Verhältnissen auch immer Sie sich befinden, kann von einem Tag auf den anderen in einer Neuen Welt leben.

 

Sie können bei uns in Tabenisi zwei Dinge lernen: Wie Sie Unsterblichkeit erlangen und wie Sie die Welt, in der Sie leben, in ein Paradies verwandeln können. Wo immer Sie stehen - wir bieten Ihnen die Gelegenheit, ein neues Leben zu beginnen.

 

 

1. Grundlage: Unsterblichkeit der Seele

 

Der neue Aufbau beruht auf einer Erkenntnis, die alle Völker und die Kulturen aller Zeiten teilen: Auf dem Wissen von der Unsterblichkeit der Seele.

 

Die alten Ägypter, Griechen, Römer und Germanen, die heutigen Juden, Christen, Hindus und Moslems – sie alle wissen, dass nach dem Tod des Körpers die Seele in eine andere, geistige Welt (Jenseits, Himmel, Hölle, Walhalla, Totenreich, Unterwelt oder Hades genannt) übergeht und dort weiterlebt. Keine Kultur irgendeiner Zeit hat jemals geglaubt, dass mit dem Tod unsere Existenz zu Ende sei.

 

Der Mensch soll an Unsterblichkeit glauben, er hat dazu ein Recht, es ist seiner Natur gemäß. (Goethe)

 

Alle Religionen wissen: Es ist ein individuelles Wesen, das in die jenseitige Welt hinübergeht. Ein Wesen, das sich auf Erden gewisse Verdienste erworben und ganz eigene, persönliche Schuld auf sich geladen hat.

 

Alle Kulturen wissen: Man muss für sein Dasein im Jenseits vorsorgen, z.B. durch Grabbeigaben oder durch ein tugendhaftes irdisches Leben.

 

Das Wissen von der Unsterblichkeit der Seele ist die gemeinsame Grundlage aller Religionen.

 

Eine solche universelle, überzeitliche Erkenntnis ist sicherlich eine gute Basis für einen neuen Aufbau.

 

 

2. Wie erkenne ich meine Seele?

 

Natürlich genügt es nicht, einfach nur das nachzuplappern, was die Priester seit Jahrtausenden lehren. Zu leben beginnt dieses uralte Wissen erst, wenn Sie selbst spüren - mit einer Gewissheit, die höher ist als alle Vernunft -, dass Sie eine Seele haben. Sie brauchen nicht zu glauben – Sie können Ihr höheres, geistiges Wesen selbst erleben!

 

Diejenigen von Ihnen, die diese Erfahrung noch nicht gemacht haben, verweise ich auf unseren Videovortrag „Wie erkenne ich meine Seele?“ Die näheren Angaben dazu finden Sie im Abspann dieses Filmes.

 

 

3. Erkenne Dich selbst!

 

Sie wollen von der „Seele“ nichts wissen? Dann können Sie vielleicht nachempfinden, was Ödön v. Horvath sagt:

 

Eigentlich bin ich ganz anders, ich komme nur so selten dazu.

 

Ist das nicht eine Wahrheit, die Sie alle kennen? Fühlt nicht ein jeder von Ihnen: Es ist etwas Höheres in Ihnen verborgen: Ein königliches, priesterliches, göttliches Wesen – ein „Superman“ mit einer Macht, die „Bäume ausreißen“ und „Berge versetzen“ kann.

 

Wenn Sie die Musik der großen Meister hören: Spüren Sie dann nicht die Existenz von etwas Größerem in Ihrem Inneren? Von etwas Lichtem, das Ihnen Mut zuspricht? Von etwas in seinem Kern Unverletzlichen, das Ihnen die Kraft gibt, auch noch das schlimmste Unglück mit einem Lächeln zu meistern?

 

Erkenne Dich selbst!

 

So lautet eine uralte Weisheit. Was finden Sie, wenn Sie diesem Rat folgen? Sie sehen mit Stolz, mit Wut und mit Scham, dass in Ihnen ein unschuldiges, kindlich-reines, engelgleiches Wesen wohnt, dem Sie leider nur allzu selten Ausdruck verleihen; dessen Stimme Sie unter den scheinbaren Zwängen der materiellen Existenz zu unterdrücken pflegen; und dessen Möglichkeiten Sie nicht auch nur annähernd nutzen!

 

Wir sind keine vorübergehenden, sondern unendliche Wesen. (Lebendige Ethik)

 

Wir laden Sie ein: Entdecken, erwecken Sie Ihr verschüttetes höheres, ewiges Selbst! Erschließen Sie das gewaltige Potential Ihres geistigen Wesens!

 

Dort liegt die Zukunft der Menschheit. Unsere körperlichen Möglichkeiten sind weitgehend ausgeschöpft.

 

 

4. Verwandlung in eine Seele

 

Alles Materielle vergeht. Der Leib muss sterben. Es ist ein Irrweg, nach Unsterblichkeit zu streben, indem man das Leben des Körpers zu verlängern sucht.

 

Unsterblichkeit können Sie nur erlangen, indem Sie zu einem geistigen Wesen werden, das nicht den Beschränkungen von Materie, Zeit und Raum unterworfen ist.

 

Wir schlagen Ihnen vor: Verwandeln Sie sich selbst - von einem materiellen, vergänglichen Körper in eine geistige, ewige Seele.

 

 

5. Neues Bewusstsein

 

Wie kann diese Verwandlung vor sich gehen? Ganz einfach. Sie erfordert nichts als einen kleinen Schritt: Sie müssen nur Ihr Bewusstsein umstellen!

 

Der Mensch besteht aus zwei Teilen: Aus einem vergänglichen Körper und einer unvergänglichen Seele. Sie haben die Wahl: Mit welchem von beiden wollen Sie sich identifizieren? Wen wollen Sie als Ihr wahres Ich ansehen?

 

Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust. (Goethe)

 

Es wäre wenig vernünftig, die sterbliche Hälfte zu wählen. Warum sollten Sie etwas sein wollen, das in wenigen Jahren schon gar nicht mehr existiert? Sie haben doch die Möglichkeit, ein Wesen zu sein, das ewig lebt!

 

Also: Stellen Sie Ihr Bewusstsein um! Sehen Sie ab heute den ewigen, geistigen Teil Ihres Wesens – die Seele – als Ihr wahres Selbst an. Ihr Körper ist dann nur noch ein Werkzeug, dessen sich Ihr eigentliches Ich, der Geist, vorübergehend bedient – so lange, wie es eben hält.

 

Um das Wirkliche zu erkennen, denkt nicht, dass ihr eine Seele habt, sondern dass die Seele euch hat. (Tempellehren)

 

Dafür gibt es in der spirituellen Tradition das Bild vom Reiter auf dem Esel: Der Leib ist der „Bruder Esel“, den die Seele – der Herr – benutzt, um in der materiellen Welt auftreten zu können.

 

Also ist der erste Schritt in Richtung Unsterblichkeit: Hören Sie auf, zu denken: „Ich habe eine Seele“. Machen Sie sich stattdessen bewusst: „Ich bin eine Seele“. Ziehen Sie Ihr Bewusstsein aus dem Körper heraus und verlagern Sie es in Ihr geistiges Wesen. Identifizieren Sie sich nicht mehr mit dem Esel, sondern seien Sie der Reiter!

 

Der neue Mensch unterscheidet sich vom alten vor allem durch eines: Durch das Bewusstsein seiner Unsterblichkeit!

 

Der Schlüssel für die vollkommene Verwandlung Ihres Lebens ist die Erkenntnis: „Ich bin kein vergängliches, materielles, sondern ein unvergängliches, geistiges Geschöpf. Ich bin eine Seele!“ Wenn Sie diesen Satz wirklich ernst nehmen, verinnerlichen und in Ihrem Alltag Realität werden lassen - dann ändert sich Ihr Leben von selbst ganz grundlegend.

 

 

6. Werde, der Du bist!

 

Wir stellen überrascht fest: Sie sind bereits unsterblich, ob Sie es glauben oder nicht – denn Ihr wahres Ich, die geistige Hälfte Ihres Wesen, Ihre Seele ist ja ewig.

 

Solange Sie aber diesen Gedanken ablehnen, solange Sie sich Ihrer Unsterblichkeit nicht bewusst sind, nützt Ihnen dieser Schatz rein gar nichts.

 

Einstweilen gleichen Sie dem Mann, der Hunger leidet, weil er nicht weiß, dass er eine Truhe voller Geld im Keller hat: „Eigentlich“, „objektiv“ ist er reich, denn er besitzt ja viel Geld. Tatsächlich aber, subjektiv ist er arm - weil er von dem Potential, das sein eigen ist, gar nichts weiß und es daher auch nicht nutzen kann.

 

Die Fragestellung hat sich also geändert. Sie lautet nicht mehr: „Wie werde ich unsterblich“, sondern:

 

Werde, der du bist!

 

Diese uralte, scheinbar paradoxe Weisheit lehrt uns: Obwohl Ihr wahres Ich, Ihre Seele „objektiv“ bereits unsterblich ist, müssen Sie doch noch viel tun, um tatsächlich zu einem Unsterblichen zu werden: Sie müssen den Schatz in Ihnen selbst erkennen. Sie müssen Ihr geistiges Wesen zum Leben erwecken und beginnen, dessen höhere Möglichkeiten zu nutzen.

 

Was bedeutet es, ein geistiges Wesen zu sein? Ein Wesen, das man nicht sehen und nicht berühren kann? Ein Wesen, das auf der materiellen Ebene nur unter Nutzung eines physischen Vehikels (des Leibes) leben und wirken kann? Wir stoßen hier beinahe an die Grenzen unseres Vorstellungsvermögens.

 

Des Rätsels Lösung lautet: In einer materiellen Welt sind Sie nur dann ein Unsterblicher – und nutzen nur dann Ihr höheres, geistiges Potential -, wenn Sie hier auftreten – das bedeutet: denken, fühlen, sprechen und handeln - wie ein geistiges Wesen.

 

Das muss man erst lernen, wie die folgenden Beispiele zeigen:

 

 

7. Neues Denken

 

Sie werden zu einem geistigen Wesen, Ihre Verwandlung in einen Unsterblichen schreitet voran, wenn Sie lernen, in jedem Moment zu denken wie ein geistiges Wesen.

 

Sie sind erst eine Seele, wenn Sie denken wie eine Seele. Wenn ein junger Adler unter Hühnern aufwächst und nicht erkennt, wer er wirklich ist; wenn er daher denkt wie ein Huhn und sich benimmt wie ein Huhn, ist er auch nur ein Huhn - selbst wenn er äußerlich wie ein Adler aussieht.

 

Der Mensch ist, was er denkt! (Buddha)

 

Ein Beispiel:

 

Ihr Magen knurrt. Ihr Körper denkt: „Ich habe Hunger“ und verlangt gebieterisch nach Nahrung. Ihre Seele dagegen denkt: „Ich benötige keine materielle Nahrung. Muss ich meinem Werkzeug tatsächlich schon wieder Kraftstoff zuführen?“ Für ein Geistwesen ist Essen belastend und lästig, denn es kostet Zeit, Kraft und Geld.

 

Das ist wie beim Autofahren, wenn die Tankanzeige langsam gegen Null geht: Sie als Fahrer benötigen kein Benzin, nur Ihr Vehikel. Und wenn der Treibstoff an der Tankstelle, an der Sie gerade vorbeifahren, zu teuer ist, muss die Maschine eben noch eine Weile mit dem auskommen, was Sie ihr zuteilen.

 

Das heißt: Wenn Sie sich in eine Seele verwandeln wollen, lassen Sie Ihre Seele denken!

 

 

8. Neues Fühlen, Sprechen und Handeln

 

Der nächste Schritt in Richtung Unsterblichkeit lautet: Lassen Sie Ihre Seele fühlen, sprechen und handeln. Tun Sie das, was Ihre Seele will.

 

Auch hierfür ein Beispiel:

 

Terroristen stürmen den Raum, bedrohen Sie mit einer Bombe und fordern Ihr Leben. Was geschieht?

 

Ihr vergängliches Wesen hat Angst, weil es sein Ende, die völlige und endgültige Auslöschung seiner Existenz fürchtet. Es würde alles tun, jammern, betteln oder sich unterwerfen, um diesem Schicksal zu entrinnen.

 

Ihr ewiges Wesen dagegen, die Seele, fürchtet sich nicht: Sie ist vom Tod des Körpers gar nicht betroffen. Ihre Existenz endet damit nicht, sondern besteht fort. Sie ist vor allem bestrebt, ihre Haltung und ihre Würde zu wahren.

 

Man muss die völlige Unanfechtbarkeit und Ewigkeit des Lebens kennen, um furchtlos voranzuschreiten. Man muss die Unzerstörbarkeit seines Wesens begreifen, um diesen Wert auf die Waage zu legen. (Lebendige Ethik)

 

Was geschieht, wenn Sie in dieser gefährlichen Situation Ihre Seele fühlen, sprechen und handeln lassen? Sie werden dann nicht nur keine Furcht haben, sondern auch keine Furcht zeigen, also furchtlos gegenüber den Terroristen auftreten – erst damit werden Sie ein furchtloses Wesen sein.

 

Das zeigt uns: Solange Sie tun, was Ihr Körper will, sind Sie ein materielles, vergängliches Wesen. Solange Sie den Tod fürchten, sind Sie noch kein Unsterblicher. Solange Sie ängstlich auftreten, sind Sie noch kein Unsterblicher. Erst wenn Sie fühlen, sprechen und handeln wie ein geistiges Wesen, sind Sie tatsächlich ein Unsterblicher.

 

 

9. Herz denken, fühlen, sprechen und handeln lassen

 

Wenn Ihnen der Begriff „Seele“ nicht gefällt, können wir stattdessen auch sagen: Hören Sie auf Ihr Herz. Darin äußerst sich das Göttliche Ihres Wesens.

 

Und so verleugnet ihr das Göttlichste,

Wenn euch des Herzens Winke nichts bedeuten. (Goethe, Die natürliche Tochter II 1)

 

Denken, fühlen, sprechen und handeln Sie so, wie es Ihr Herz Ihnen eingibt. Dann bringen Sie nicht Ihr vergängliches, animalisches, sondern ihr höheres, geistiges Selbst zum Ausdruck. Dann tritt nicht Ihr Verstand, Ihr Ego auf, sondern der höhere, engelhafte Aspekt Ihres Wesens. Das Herz ist das zentrale Organ Ihrer höheren Natur.

 

 

10. An die Skeptiker

 

Mancher von Ihnen mag skeptisch bleiben und denken: „Das alles überzeugt mich nicht. Nur ein Scharlatan kann mir Unsterblichkeit versprechen.“

 

Bevor Sie abschalten, versuchen Sie, die Sache noch von einem anderen Blickwinkel aus zu betrachten: Wir werden stellen Ihnen in dieser Sendung ein neues Menschenbild vor: Einen Menschen, der unverletzlich, furchtlos, vollkommen frei, ohne Sorgen, selbstlos, voller Lebenskraft und Lebensfreude ist.

 

Wir Tabeneser formen uns selbst nach diesem Ideal. Wir laden Sie ein, sich uns anzuschließen und sich ebenfalls in solch ein unverletzliches, furchtloses, freies, sorgloses, selbstloses, mächtiges und freudvolles Wesen zu verwandeln. Das können Sie auch dann tun, wenn Sie nicht an die Seele und ihre Unsterblichkeit glauben!

 

Vor Millionen von Jahren hat einer unserer Vorfahren eine neue Stufe der Evolution erklommen, indem er sich von vier Beinen auf zwei Beine erhob:

 

Jetzt steht wieder eine neue Stufe der Menschheitsentwicklung vor uns: Es kann kein Zweifel daran bestehen, dass der neue Mensch von Tabenisi dem verletzlichen, ängstlichen, unfreien, sorgenzerfressenen, egoistischen, schwachen und freudlosen alten Menschen weit überlegen ist. Wir werden uns vom heutigen alten Menschen genauso unterscheiden, wie dieser vom Affen.

 

Der unsterbliche Mensch - wird das nicht der Zukunft würdig sein? (Lebendige Ethik)

 

Diese Eigenschaften können auch Sie erwerben und damit auf eine höhere Evolutionsstufe aufsteigen – ob Sie nun an die Seele glauben oder nicht. Sie müssen nur lernen, so zu denken, zu fühlen, zu sprechen und zu handeln, wie es ein Geschöpf tut, das nicht materiell, sondern geistig ist.

 

Und noch ein letztes Wort an die Skeptiker: Wir bauen hier in Tabenisi wirklich eine bessere Welt auf! Wer will bezweifeln, dass die Welt von selbst besser wird, wenn sie von furchtlosen, freien, sorglosen, selbstlosen, starken und lebensfrohen Menschen beherrscht wird! Unter solchen Wesen gibt es tatsächlich keine Selbstsucht und keine Gier, keinen Kampf, keine Armut und keine Arbeitslosigkeit! An diesem Neuen Aufbau können auch Sie sich beteiligen. Dafür kommt es gar nicht darauf an, ob Sie sich für einen Unsterblichen halten oder nicht.

 

 

11. Unvergänglichkeit, Unverwundbarkeit, Unbesiegbarkeit

 

Wir stellen Ihnen jetzt diesen Neuen Menschen vor. Wie sieht er aus? Welche Eigenschaften besitzt er, die dem alten Menschen fehlen? Welchen Nutzen hat es für Sie, sich auf den Weg zur Unsterblichkeit zu machen?

 

Unser größter Schatz, die Quelle unserer Stärke, ist unsere Unvergänglichkeit. Keine Macht der Welt kann uns etwas anhaben: Wir sind ja ewig und unzerstörbar.

 

Alle Angriffe gegen die Existenz, die Gesundheit oder die Unversehrtheit des Körpers berühren unser wahres Wesen gar nicht - so wie ein Schlag auf den Esel den Reiter nicht trifft.

 

Selbst der Tod des Körpers kann uns nicht schrecken - wir leben ja fort. Im Angesicht der ewigen Existenz unseres wahren Ich ist es vollkommen bedeutungslos, ob das irdische Leben unseres Werkzeuges – das ohnehin demnächst vergeht - etwas kürzer oder länger dauert.

 

Als Unsterbliche sind wir Tabeneser unverwundbar und damit unbesiegbar.

 

 

12. Kein Tod

 

Unser wahres, höheres Ich ist eine nicht-materielle, überzeitliche Individualität, die vor der Geburt des Körpers bereits bestand und nach dessen Tod weiterlebt. Es ist eine Lebensform der geistigen Welt, die nicht an die Beschränkungen von Materie, Zeit und Raum gebunden ist.

 

Daher ist die Seele vom Tod des Körpers ebenso wenig betroffen wie der Reiter vom Tod seines Esels.

 

Es gibt keinen Tod im Sinne einer vollständigen Auslöschung Ihrer Existenz. Es gibt nur den Übergang Ihres geistigen Wesens in die jenseitige Welt unter Aufgabe des physischen Körpers, der abgelegt wird wie ein verschlissener Mantel. Die Seele setzt ihren unendlichen Weg durch die verschiedensten materiellen und nicht-materiellen Welten und Daseinsebenen fort.

 

Wenn einer fünfundsiebzig Jahre alt ist, kann es nicht fehlen, dass er mitunter an den Tod denke. Mich lässt dieser Gedanke in völliger Ruhe, denn ich habe die feste Überzeugung, dass unser Geist ein Wesen ist ganz unzerstörbarer Natur; es ist ein fortwirkendes von Ewigkeit zu Ewigkeit. Es ist der Sonne ähnlich, die bloß unsern irdischen Augen unterzugehen scheint, die aber eigentlich nie untergeht, sondern unaufhörlich fortleuchtet. (Goethe zu Eckermann, 2. Mai 1824)

 

Es gibt nur einen wahren Trost für Kranke, Sterbende und ihre Angehörigen: Das eigentliche, höhere Selbst wird durch den Übergang gar nicht berührt: Es wechselt nur den Aufenthaltsort, es begibt sich nur von einem Raum in den anderen.

 

Für den Wissenden ist der Tod eine Freude: Er darf das irdische Jammertal wieder verlassen. Er legt den unbrauchbar gewordenen Körper ab, der ihm zum Ende des Lebens hin mehr und mehr zur Last wurde. Sie kehren zurück in Ihre wahre Heimat, in eine weitaus angenehmere Welt. Dort werden Sie schon von denen erwartet, die Ihnen wahrhaft geistig nahestehen – von Ihren Seelenverwandten.

 

 

13. Furchtlosigkeit

 

Wenn Sie ein unvergängliches, unverwundbares Geschöpf sind, brauchen Sie sich vor nichts und niemandem zu fürchten, denn nichts und niemand kann Ihnen etwas anhaben. Wovor sollte sich ein ewig lebendes Wesen ängstigen?

 

Die Ängste des alten Menschen sind zahlreich: Er fürchtet den Verlust von Angehörigen, des Arbeitsplatzes, des Besitzes, der Gesundheit und vieler anderer Dinge mehr. Indem Sie sich in eine Seele verwandeln, überwinden Sie die Angst: Ein geistiges Wesen benötigt all dies nicht, weder für sein Überleben noch für sein Wohlergehen.

 

Furcht ist die Hauptursache für die Schwäche des alten Menschen. Worauf gründet die Macht von Diktatoren und anderen Unterdrückern? Auf Furcht! Endet die Furcht, endet die Unterwerfung.

 

Das Geschlecht der Zukunft ist so stark, weil es den Tod und damit die Furcht überwunden hat.

 

 

14. Vollkommene Freiheit

 

Solange Sie sich selbst als sterblich ansehen, sind Sie korrumpierbar: Sie müssen sich auf Kompromisse einlassen, wenn Sie bedroht werden und meinen, um Ihre Existenz fürchten zu müssen. Aus Angst um sein Leben (oder das seiner Familie) wird der alte Mensch zum Mitläufer aller möglichen gewissenlosen Bestrebungen und tut Dinge, für die er sich eigentlich schämen muss.

 

Das unverantwortliche Motto der alten Menschen lautet:

 

Zuerst kommt das Fressen und dann die Moral. (Bert Brecht)

 

Das ist eines Menschen unwürdig. Damit setzen Sie in Wahrheit die Ethik außer Kraft – gerade dann, wenn es ernst wird. Prinzipien, die nur bei gutem Wetter gelten, sind aber wertlos.

 

Als Unsterblicher dagegen können Sie in allen Verhältnissen Ihre höheren Ziele verfolgen und für die Durchsetzung von Wahrheit, Gerechtigkeit, Schönheit und Liebe auf Erden kämpfen. Sie können ohne falsche Rücksichtnahme das tun, was Sie als recht und richtig erkannt haben. Sie erlangen vollkommene Handlungsfreiheit. Sie können den Einsatz für Ihre Ideale notfalls mit dem Tod (des Körpers) besiegeln – Ihre Existenz (das Leben Ihrer Seele) wird dadurch nicht gefährdet.

 

Der Neue Mensch hat die Furcht überwunden und damit die Freiheit gewonnen.

 

 

15. Keine irdischen Sorgen

 

Ihr Sterblichen seid zerfressen von den Sorgen des irdischen Alltags, von dem ständigen Kampf ums nackte Überleben, von den Widrigkeiten der materiellen Ebene.

 

Als Unsterblicher stehen Sie wie auf einem Berggipfel hoch über den zahllosen Angriffen, Schwierigkeiten und Unvollkommenheiten, dem Leid und der Not der irdischen Welt. Vom Standpunkt der Ewigkeit aus gesehen sind sie ausnahmslos alle nichtig und klein. Ihr höheres Selbst wird von alledem gar nicht berührt.

 

Ihre Seele ist hier unten, um zu lernen, zu wachsen, sich zu bewähren und ihren Auftrag zu erfüllen. Wie es Ihrem Werkzeug – dem Körper – dabei ergeht, ob er kürzer oder länger lebt, ob er die wenigen Jahre seines irdischen Aufenthaltes in Armut oder Reichtum, Gesundheit oder Krankheit, Glück oder Unglück verbringt, ist vollkommen belanglos.

 

 

16. Selbstlosigkeit

 

Für den Aufbau der Neuen Welt ist eine Eigenschaft entscheidend: Selbstlosigkeit.

 

Die Geißeln der heutigen Zeit, die uns das Leben auf diesem wunderbaren Planeten fast unerträglich machen, sind: Selbstsucht, Gier, die Jagd nach Geld, Macht und Genuss, der Kampf aller gegen alle. Wenn Sie tiefer nachdenken, werden Sie finden, dass die Ursache fast aller Übel der Egoismus der Menschen ist.

 

Die Armut wurde nicht von Gott geschaffen. Die haben wir hervorgebracht, ich und du mit unserem Egoismus. (Mutter Teresa)

 

Um die Welt wirklich zu verändern, müssen wir die allgegenwärtige Ichsucht überwinden. Das können nur Unsterbliche: Nur sie können wahrhaft selbstlos handeln, denn sie benötigen ja keine materiellen Dinge.

 

Der alte, sterbliche Mensch kann eigentlich gar nicht anders als egoistisch sein: Er glaubt, nur dieses eine Leben zu haben. Er fürchtet die völlige und restlose Vernichtung seiner Existenz. Da wollen wir ihm nachsehen, dass er das kostbare Gut „physisches Leben“ nicht gefährden oder aufopfern mag, sondern es im Gegenteil mit Zähnen und Klauen verteidigt - selbst mit ethisch unverantwortlichen Mitteln. Da ist es verständlich, dass er glaubt, in den wenigen, ihm noch verbleibenden Jahren alle Freuden dieser Erde auskosten zu müssen.

 

Eine Seele wird nicht mit anderen um Nahrung, Wasser oder Erdöl kämpfen. Wenn tatsächlich einmal nicht genug für alle dasein sollte, verzichtet sie freiwillig zugunsten der anderen.

 

Eine Seele schädigt sich selbst durch selbstsüchtiges Verhalten. Eine Seele wächst, wenn sie das Leben ihres Körpers für ein hohes Ziel opfert!

 

 

17. Freude

 

Die Synthese aller Eigenschaften des Unsterblichen ist: Freude.

 

Wahre Lebensfreude ist unabhängig von den äußeren Umständen. Sie ist eine Eigenschaft der Seele! Sie wohnt im Herzen, wie der Volksmund so schön sagt:

 

Wer den Himmel nicht in seinem Herzen errichtet, wird ihn nirgendwo anders finden.

 

Als Unsterblicher betrachten Sie all die Hässlichkeiten, Schwierigkeiten und Hindernisse des alltäglichen Lebens vom Blickwinkel Ihrer ewigen, geistigen Individualität aus. Wenn Sie diesen höheren Standpunkt einnehmen, stellen sich diese Widrigkeiten als Gelegenheiten dar! Als Möglichkeiten, die es Ihrem höheren, ewigen Selbst erlauben, weiter aufzusteigen!

 

Ihre Seele freut sich tatsächlich über Hindernisse, an denen sie größer werden kann! Ein leichtes Leben bietet ihr keine Möglichkeiten, ihre Macht zu erproben, zu üben und zu stärken. Die Herausforderung, die gerade vor Ihnen steht, ist die nächste Stufe Ihres geistigen Aufstiegs! Wenn sie erklommen ist, stehen Sie größer und stärker da als zuvor.

 

Ihre Seele freut sich tatsächlich über den Kampf mit den widerstreitenden Kräften der Materie, ohne den sie nicht wachsen kann!

 

Ein materielles Wesen kann überwunden werden. Ein Geistwesen dagegen bewahrt sein überlegenes Lächeln in allen, noch den schrecklichsten Verhältnissen: Es kann ja jede Lage nutzen, um sich weiter zu vervollkommnen!

 

 

18. Leid in Freude verwandeln

 

Wenn Sie zu einem Unsterblichen geworden sind, werden Sie der Gesundheit Ihrer ewigen Seele größere Bedeutung beimessen als der Gesundheit des vergänglichen Körpers.

 

Sie erkennen dann, dass Leid einen Sinn und eine Funktion hat - genau wie Schmerz:

 

Wenn ich mir ständig mit der Faust gegen den Kopf schlage, signalisiert mir der Körper durch Schmerz, dass das ein falsches Verhalten ist. Ich muss also im Grunde dankbar sein für dieses Signal, ohne das ich gar nicht erkennen würde, dass ich meinem Körper Schaden zufüge.

 

Wie Schmerz den Körper, so macht Leid Ihre Seele auf falsches Verhalten oder Schwachstellen aufmerksam. Sie sollten also auch für das Leid dankbar sein: Es stößt Sie auf diejenigen Stellen, an denen Ihre Seele noch klein und schwach ist.

 

Es ist von höchster Wichtigkeit, dass Sie erkennen: Endet das Fehlverhalten und ist die Schwachstelle ausgemerzt, endet auch das Leid – weil es dann keine Funktion mehr hat.

 

Eine große, starke Seele kennt kein Leid - so wie ein gesunder Körper nicht schmerzt!

 

Leid ist nichts als Unwissenheit und das Zeichen eines schwachen oder kranken Geistes. Das Zeichen für einen gesunden und starken Geist ist: Lebensfreude – Freude in jeder Lebenssituation!

 

 

19. Unbegrenzte Entwicklung

 

Die Unendlichkeit unserer Existenz ermöglicht uns Tabenesern eine unbegrenzte Entwicklung. Nichts von dem, was sich die Seele aneignet (gute Eigenschaften, die Sie erwerben, schlechte, die Sie ablegen), geht je verloren. Alle schwer erkämpften Errungenschaften bleiben ihr über den Tod hinaus erhalten.

 

Was man tief in seinem Herzen besitzt, kann man durch den Tod nicht verlieren. (Goethe)

 

So wird der Mensch von einer Eintagsfliege zu einem kosmischen Riesen. Wir gehen einen unendlichen Weg. Das eröffnet uns gigantische Möglichkeiten: Unvorstellbar, welche Höhen wir erreichen können, wenn wir jeden Tag auch nur einen kleinen Schritt weiter aufwärts steigen! Dem Wachstum unseres Geistes sind nach oben keine Grenzen gesetzt!

 

Ein jeder von Ihnen kann ein Mozart, Raffael, Mahatma Gandhi oder ein noch größeres Wesen werden – allerdings nicht in den wenigen verbleibenden Jahres Ihres derzeitigen irdischen Lebens, sondern nur dann, wenn Sie den ewigen Weg des geistigen Aufstiegs beschreiten.

 

 

20. Sinnerfülltes Leben – Bild Hieronymus

 

Nur dann, wenn Sie die Fortdauer Ihrer Existenz nach dem Tod des Körpers anerkennen, werden Sie auch einen befriedigenden Sinn für Ihr Leben finden.

 

Die existentialistischen Philosophen haben schon Recht: Wenn wir nur ein einziges Erdenleben hätten, wäre unser Dasein tatsächlich absurd. Wenn alles, was Sie sich erringen, wenn all die Fortschritte, die Sie sich mühsam erkämpfen, demnächst schon wieder restlos vernichtet werden - warum sollten Sie sich dann überhaupt abmühen?

 

Die Überzeugung unserer Fortdauer entspringt mir aus dem Begriff der Tätigkeit. Denn wenn ich bis an mein Ende rastlos wirke, so ist die Natur verpflichtet, mir eine andere Form des Daseins anzuweisen, wenn die jetzige meinen Geist nicht ferner auszuhalten vermag. (Goethe zu Eckermann, 4. Februar 1829)

 

Wenn Sie aber wissen, dass keine Ihrer Bemühungen vergeblich sind, weil die Seele alle Errungenschaften auf ihren weiteren, ewigen Weg mitnimmt; wenn Sie auf dem einmal Erreichten immer weiter aufbauen können – erst dann beginnt ein sinnerfülltes Leben.

 

Dann können Sie sich etwas vornehmen. Dann können Sie die höchsten Ziele anstreben. Dann können Sie, wie Jesus sagt, Schätze im Himmel ansammeln, was meint: Errungenschaften, Aufspeicherungen Ihres ewigen, geistigen Wesen, die nicht von Dieben gestohlen oder von Rost zerfressen werden, sondern unvergänglich sind und Sie immer größer werden lassen.

 

Der alte Mensch leidet mit Recht unter seiner eingebildeten, selbst gewählten Endlichkeit: Sie scheint all dem natürlichen Streben seines Wesens nach oben, nach Fortschritt, nach Verfeinerung und Vergeistigung eine absolute, unübersteigbare Grenze, ein schmerzlich nahes Ende zu setzen. Er hält sich einen grässlichen Totenschädel stets vor Augen und murmelt düster:

 

Memento mori – bedenke, dass du sterben musst!

 

Der Neue Mensch dagegen jubelt in jedem Moment stolz und freudig:

 

Gedenke, dass du unsterblich bist!

 

 

21. Ewige Jugend

 

Für ein ewiges lebendes Wesen ist Zeit bedeutungslos. Sie müssen sich eine ganz andere Vorstellung von Ihrem Alter machen. Die Anzahl der Jahre, die Ihr vergängliches Werkzeug, der Körper, schon hinter sich hat, ist angesichts der Ewigkeit Ihrer Seele unerheblich.

 

Es kommt darauf an, dass Sie sich Beweglichkeit und Frische des Geistes bewahren – dann bleiben Sie ewig jung! Das hängt nicht vom Alter des Körpers ab.

 

 

22. Die Seele stärken

 

Der Neue Mensch ist einstweilen nicht mehr als ein Potential. Wir in Tabenisi bemühen uns, es zu erschließen.

 

Am Anfang des Weges sind wir alle noch kleine Seelen: Wir empfinden uns als verletzlich, wir fürchten uns, obwohl es dazu wegen unserer Unverletzlichkeit eigentlich gar keinen Grund gibt. Wir sind ungeduldig, obwohl dies im Angesicht der unbegrenzten Zeit, die uns zur Verfügung steht, eigentlich absurd ist. Wir fallen immer wieder in unsere alten, egoistischen Handlungsmuster zurück.

 

Statt dass der Reiter (die Seele) den Esel (den Leib) lenkt und beherrscht, ist er so schwächlich, dass er von seinem Vehikel nach dessen Belieben hin und her getrieben wird. Wenn sich aber das Werkzeug zum Herren aufschwingt, dann verfehlen wir unsere Bestimmung. Dann bieten ein klägliches Bild: Der Körper schön, groß und stark, die Seele klein und schwach.

 

Auf dem Weg zum Neuen, unsterblichen Menschen voranzuschreiten bedeutet also letztlich:

 

Stärken Sie Ihre Seele, Ihre ewige Individualität, Ihr wahres, geistiges Ich! Ziehen Sie es groß wie ein Kleinkind, bis es so mächtig ist, dass es den physischen Körper und die materiellen Umstände beherrscht und lenken kann!

 

Eignen Sie sich Schritt für Schritt die Eigenschaften eines unsterblichen, geistigen Wesens an, so dass Sie tatsächlich in allen äußeren Verhältnissen als ein unbesiegbares, furchtloses, vollkommen freies, sorgloses, selbstloses Geschöpf voller Lebenskraft und Lebensfreude auftreten!

 

So werden Sie mit der Zeit von einer kleinen zu einer Großen Seele – zu einem Mahatma! Den Weg dorthin können Sie hier in Tabenisi lernen.